filmkids Rückblick mit Basil Eidenbenz

„Das wichtigste für mich ist immer irgendwie weiter zu kommen, in welchem Tempo und manchmal sogar die Richtung sind dabei eigentlich egal. Nicht stillzustehen ist der Schlüssel.“

Im Rahmen unseres 15 Jährigen filmkids Jubiläums berichten ehemalige Filmkids über ihre Zeit bei uns und ihren Werdegang. Heute erzählt Basil Eidenbenz über seine Erinnerungen ans filmkids Sommerlager – als Teilnehmer und später als Leiter. Er berichtet, wohin ihn seine Reise heute hingeführt hat und was er der neuen Filmkids-Generation mitgeben kann.

„Auch ich war damals bei dem ersten filmkids Sommercamp dabei, da war ich 14 Jahre alt. Mein Interesse am Film begleitet mich seit ich denken kann, daher war das Camp für mich die perfekte Möglichkeit, um selbst schon Mal etwas einzusteigen. Eines der wertvollsten Dinge, die einem bei filmkids beigebracht werden, ist dass man direkt „ins kalte Wasser geschmissen“ wird und alles selbst machen muss – vom Skript bis zum fertigen Film. Ich arbeite nun seit fast 15 Jahren als Schauspieler und es ist mit immer wieder aufgefallen, dass die besten Filmemacher*innen, egal ob Regisseur*in, Grip, Beleuchter*in, Tonmensch etc., die sind, die ein gutes Verständnis dafür haben, was andere auf dem Set zu tun haben. Bei filmkids lernt man das früh. Die Stimmung im Camp und das Team dahinter haben mir so gut gefallen, dass ich dann einige Jahre später als Lagerleiter wieder mitgekommen bin und den Kindern unter anderem beim Schauspielunterricht helfen durfte. Ich bin letztendlich auch selbst beim Schauspiel geblieben und später auch etwas in den Bereich Produktion eingestiegen. Durch meine erste größere Rolle 2009 konnte ich Fuß fassen und meinen Weg als Schauspieler starten. Mit 19 entschied ich mich dann, nach London zu ziehen, um bei Giles Foreman meine Schauspielausbildung zu absolvieren.
Inzwischen bin ich 29 und wohne nach wie vor in London. Seit meiner Ausbildung habe ich in einigen (Fernseh-) Serien und Filmen mitgespielt, die meisten davon englischsprachig, aber mit Drehorten unter anderem in den Niederlanden, Ungarn und Rumänien, was natürlich ein schönes Plus am Beruf ist. Das wichtigste für mich ist immer irgendwie weiter zu kommen, in welchem Tempo und manchmal sogar die Richtung sind dabei eigentlich egal. Nicht stillzustehen ist der Schlüssel. Und das wäre denke ich auch mein Tipp für die zukünftigen Filmkids-Generationen mit dem Wunsch, Filmemacher*in zu werden: da man nicht 24/7 auf einem Filmset stehen wird, ist es wichtig, nicht die Motivation zu verlieren und immer etwas zu machen; sei es, Szenen mit anderen Schauspielkolleg*innen aufzunehmen, ein Skript für einen (Kurz-) Film zu schreiben – und dieses vielleicht sogar umzusetzen – oder anderweitig kreativ zu bleiben.
Und dafür bin ich persönlich filmkids sehr dankbar, weil mir schon früh beigebracht wurde, dass man in die vielen möglichen Bereiche des Films eintauchen und die Kreativität ausleben kann. Und wer weiß, vielleicht begegne ich ja mal dem ein oder anderen Filmkid am Set!“

*Bilder: Basil Eidenbenz in der Netflix-Serie „The Witcher“ – Basil Eidenbenz (rechts) im ersten Sommerlager 2007. Dem Kabelsalat nach zu urteilen hat sich schon damals herauskristallisiert, dass er eher vor die Kamera gehört. Im Film „Fluss des Schreckens“ hat er Ton und Schnitt gemacht. – Basil Eidenbenz (rechts) im Sommerlager 2011

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